Bâlea Lac – Valea Bâlii
Diese Tour ist sehr speziell aufgrund der winterlichen Verhältnisse Anfang Mai am Bâlea-See, doch darin lag ihr besonderer Reiz, denn während es in Hermannstadt Anfang Mai frühlingshaft mild war, lag der Bâlea-See unter einer zwei Meter dicken Schneeschicht verborgen.
Mit der Seilbahn ging es 800 Meter bergauf und in zwanzig Minuten vom Frühling zurück in den Winter. Zu Fuß durch das Bâlea-Tal erfolgte der Rückweg zur Talstation und wieder in den Frühling. Zwei Erlebnisse auf dieser Tour waren besonders beeindruckend:
Vom See aus erkennt man die Serpentinen der Transfăgărașan-Passstraße. Die kolossalen Dimensionen dieses spektakulären Bauwerks begreift man allerdings erst aus der Perspektive von unten, am Fuß des Aufstiegs, besonders den gewaltigen Höhenunterschied, den sie überwindet und die Schichtung der einzelnen Trassen in geringem Abstand übereinander.
Die Grenze zwischen Winter und Frühling war erreicht an einem Krokusfeld, denn die Schneedecke war zunehmend dünner geworden und stellenweise verschwunden. An dieser Stelle verlief ebenfalls die Baumgrenze, da seitlich die ersten halbhohen Bäume zu sehen waren. Und während die Aussicht in Gehrichtung inzwischen von dichten, grünen Wäldern dominiert wurde, fiel der Blick zurück in die eisige und vegationslose Winterwelt des Bâlea-Sees.