Hinweise zur Aussprache

Die Aussprache des Rumänischen ist nicht besonders kompliziert, da sie der des Italienischen sehr ähnlich ist. Das bedeutet, dass im Prinzip alles so gesprochen wird, wie es geschrieben wird.

Wie in allen romanischen Sprachen, richtet sich die Aussprache von C und G danach, ob sie vor E oder I stehen oder nicht. Vor E oder I ist die Aussprache genau wie in Italienisch, also z.B. so wie in ‚Cello‘ oder ‚Gina‘. Soll das C vor E oder I wie ein K gesprochen werden beziehungsweise das G wie im Deutschen, wird ein H eingefügt, wie in ‚Spaghetti‘. (Nicht mit Spanisch verwechseln, da wird CH wie im Deutschen TSCH ausgesprochen, in Rumänisch und Italienisch aber wie K.)

Das S wird in Rumänisch immer stimmlos gesprochen, wie ein deutsches Doppel-S, das Z ist in Rumänisch immer ein stimmhaftes S. Dabei richtet sich die Schreibweise immer nach der Aussprache und nicht nach dem Wortstamm, weshalb z.B. ‚Reservierung‘ in Rumänisch ‚rezervare‘ geschrieben wird.

Allerdings gibt es in Rumänisch einige Schriftzeichen über das Italienische hinaus, nämlich ă, â, ș und ț. Deshalb hier eine alphabetische Übersicht:

  • ă  ist ein schwachtoniges E am Wortende, z.B. in ‚Pause‚. Das deutsche Wort ‚Pause‘ und das rumänische ‚pausă‘ werden identisch ausgesprochen
  • â  ist ein dunkles Ö wie z.B. in ‚Köln‘
  • î  ist eine veraltete Schreibweise für â, ist noch auf manchen Wegweisern zu finden

  • ș  entspricht dem Deutschen SCH

  • ț  entspricht dem Deutschen Z, also TS

Eine einzige Inkonsequenz gibt es in Rumänisch beim I am Wortende. Wenn I der letzte  Buchstabe des Wortes ist, wird es nicht ausgesprochen, sondern höchstens angedeutet. Wenn Ausländer es trotzdem aussprechen, macht das aber auch nichts, wie z.B. in ‚București‘. Aus grammatischen Gründen stehen in Rumänisch nicht selten zwei I am Wortende. Dann werden sie als ein I ausgesprochen.

J wird wie in Französisch ausgesprochen, Q, W und Y existieren nicht.