Transalpina (Pasul Urdele) – Lacul Gâlcescu
Die Parâng-Berge sind eine der vier Hauptgruppen der Südkarpaten, unterscheiden sich aber in ihrer Erscheinung stark von den drei anderen (Făgăraș, Retezat, Bucegi). Sie gelten als kahl, da sie großenteils oberhalb der Baumgrenze liegen. Typisch für die Parâng-Berge sind auch mäßig steile, kegelförmige Gipfel sowie weitläufige Hochebenen. Daher erinnern sie stellenweise an eine „Mondlandschaft“. Ihr höchster Berg ist der Große Parâng, der Parângul Mare. Mit 2.519 Metern ist er der vierthöchste Berg Rumäniens und der höchste Berg, der nicht in den Făgăraș-Bergen liegt.
Dem speziellen Charakter der Parâng-Berge verdankt die Fernstraße Transalpina in ihrem mittleren Drittel ihren besonderen Reiz. Sie verläuft auf 148 Kilometern als Nationalstraße DN 67 C in Nord-Süd-Richtung durch die Karpaten und ist ebenso faszinierend wie die weiter östlich liegende Transfăgărașan. Ihr höchster Punkt ist der Urdele-Pass auf 2.140 Metern, der die höchste Stelle des offiziellen rumänischen Straßennetzes darstellt.
Die Tour beginnt am Fuß des Bergs Urdele mit dem Einstieg in den zentralen Höhenzug des Parâng und gewinnt zügig an Höhenmetern. Nach dem Ausblick auf den Urdele-Pass geht es über die Hänge des Mohoru bis zur Șaua Pleșcoia, einer weiten Hochebene. Von dort aus verläuft der Weg weiter am Rand der Căldarea Gâlcescu entlang, einem weiten, halbrunden Talkessel mit dem herzförmigen Gletschersee Zănoaga Mare. Nach dem Abstieg wird die Caldera durchquert bis zu dem wunderschön gelegenen Gâlcescu-See.
Technisch bereitet die Tour bis zum Gâlcescu-See keine größeren Schwierigkeiten, auch wenn der Aufstieg zum und über den Mohoru recht kräftezehrend ist. Der Aufstieg vom Lacul Gâlcescu zurück zum Höhenzug ist allerdings relativ steil und geröllhaltig.